GloriaFood war über Jahre die Standardantwort auf die Frage nach einem kostenlosen Online-Bestellsystem für Restaurants – und hat sich diesen Ruf redlich verdient. Umso wichtiger ist die Nachricht, die derzeit viele Gastronomen erreicht: GloriaFood wird eingestellt. Auf der offiziellen Website heißt es unmissverständlich: „GloriaFood has been discontinued and is no longer accepting new signups“ – GloriaFood ist eingestellt und nimmt keine neuen Anmeldungen mehr an. Zugleich verspricht das Unternehmen, Bestandskunden während der Übergangsphase weiter zu unterstützen.
Kein Grund zur Panik also – aber ein klarer Grund, jetzt planvoll zu handeln. Dieser Beitrag ordnet die Fakten ein, liefert einen Schritt-für-Schritt-Migrationsplan und stellt ehrliche GloriaFood-Alternativen vor.
Was ist passiert – und bis wann haben Sie Zeit?
Die Eckdaten, Stand heute:
- Offiziell bestätigt: GloriaFood ist eingestellt, neue Registrierungen sind nicht mehr möglich; Bestandskunden sollen durch die Übergangsphase begleitet werden (gloriafood.com).
- Abschaltdatum 30. April 2027: Das Datum stammt aus Benachrichtigungen, die GloriaFood an seine Kunden verschickt hat, und wird von unabhängiger Branchenberichterstattung übereinstimmend genannt – etwa bei OlaClick und Fleksa.
- Betroffene Betriebe: Berichten zufolge nutzen über 123.000 Restaurants weltweit das System.
- Hintergrund: Oracle hatte GloriaFood 2021 übernommen.
Bis zur Abschaltung bleibt also Zeit – aber weniger, als es klingt. Wer gedruckte Speisekarten, Tischaufsteller und QR-Codes austauschen, ein neues System einrichten und seine Stammgäste umgewöhnen muss, sollte nicht bis Anfang 2027 warten.
Was konkret aufhört zu funktionieren
Nach übereinstimmenden Branchenberichten (u. a. Fleksa, EnactOn) betrifft die Abschaltung den gesamten Bestellkanal:
- Bestellseiten und Website-Widgets – der „Bestellen“-Button auf Ihrer Website und die von GloriaFood gehostete Bestellseite stellen den Dienst ein.
- QR-Codes, die auf GloriaFood-URLs zeigen – jeder gedruckte Code auf Tischaufstellern, Flyern oder im Schaufenster läuft danach ins Leere.
- Die FoodBooking-App – Gäste, die darüber bestellt haben, verlieren den Zugang.
Ebenso wichtig ist, was es nicht gibt: Oracle hat Berichten zufolge bislang weder ein Nachfolgeprodukt noch ein Migrationstool angekündigt. Die Verantwortung für den Umzug liegt damit bei Ihnen – und genau deshalb lohnt sich ein ruhiger, systematischer Plan statt einer hektischen Last-Minute-Aktion.
Ihr Migrationsplan: fünf Schritte, in dieser Reihenfolge
1. Daten exportieren, solange alles läuft
Sichern Sie jetzt alles, was sich später nur mühsam rekonstruieren lässt: die komplette Speisekarte (Gerichte, Beschreibungen, Preise, Fotos, Optionen), Ihre Kundendaten und – soweit verfügbar – die Bestellhistorie. Auch einfache Exporte oder Screenshots sind besser als nichts. Nach der Abschaltung ist dieser Zugriff weg.
2. Inventur aller gedruckten QR-Codes und Links
Gehen Sie einmal durch den Betrieb: Tischaufsteller, Speisekarten, Bons, Flyer, Schaufenster, Take-away-Verpackungen, Visitenkarten. Alles, was auf eine GloriaFood-URL zeigt, muss ersetzt werden. Und hier steckt die wichtigste Lehre aus dieser Episode: Drucken Sie die neuen QR-Codes auf eine Domain, die Ihnen selbst gehört. Zeigt der Code auf ihre-pizzeria.de statt auf die URL eines Anbieters, können Sie das dahinterliegende System künftig jederzeit wechseln – ohne einen einzigen Aufsteller neu zu drucken. Wie eine QR-Code-Speisekarte auf eigener Domain funktioniert, zeigen wir hier im Detail.
3. Google-Unternehmensprofil aktualisieren
Der Bestell-Link im Google-Unternehmensprofil ist für viele Betriebe die meistgeklickte Schaltfläche überhaupt. Prüfen Sie, ob dort eine GloriaFood-URL hinterlegt ist, und ersetzen Sie sie durch den Link auf Ihre neue Bestellseite – sonst schicken Sie ab dem Stichtag Gäste auf eine tote Seite.
4. Nachfolger wählen und parallel betreiben
Wählen Sie ein Nachfolgesystem (dazu gleich mehr) und lassen Sie es einige Wochen parallel zu GloriaFood laufen, deutlich vor 2027. So testen Sie Speisekarte, Zahlungen und Ablauf in der Küche im echten Betrieb, ohne dass eine einzige Bestellung verloren geht – und der Stichtag verliert seinen Schrecken.
5. Stammgäste informieren
Ihre besten Kunden sollen den Umzug gar nicht als Bruch erleben: eine kurze E-Mail an den Kundenstamm, ein Hinweis auf dem Bon, ein Aufsteller an der Theke mit dem neuen QR-Code. Wer regelmäßig bei Ihnen bestellt, folgt Ihnen problemlos – wenn er rechtzeitig Bescheid weiß.
GloriaFood-Alternativen im ehrlichen Überblick
Der Reiz von GloriaFood lag im Modell: keine Monatsgebühr, solide Grundfunktionen. Nicht jede Alternative führt dieses Modell fort – deshalb lohnt der genaue Blick.
FoxiFood – die nächstliegende Wahl für GloriaFood-Nutzer
FoxiFood kommt dem gewohnten Modell am nächsten, weil es ebenfalls ohne Monatsgebühr auskommt: 0 € Grundgebühr, dafür 2 % + 0,45 € pro Kartenbestellung (Abholung und Bestellung im Haus; bei Lieferung +10 %), Barzahlungen sind komplett kostenlos. Sie zahlen also nur, wenn Sie tatsächlich Umsatz machen – was das für Ihr Bestellvolumen bedeutet, rechnet der Provisionsrechner in einer Minute aus. Dazu gehören eine eigene Domain (oder eine kostenlose Subdomain zum Start), QR-Bestellung am Tisch, Speisekarten in über 60 Sprachen und 36 Funktionen in einem einzigen Tarif – ohne Aufpreis-Module. Die Einrichtung dauert typischerweise unter einem Tag; das EU-basierte Team hilft neuen Restaurants beim Livegang, und der Support ist inklusive. Ein automatisches Import-Tool für GloriaFood-Daten gibt es nicht – die exportierte Speisekarte aus Schritt 1 ist aber genau die Vorlage, mit der die neue Karte schnell steht.
Weitere Alternativen im Kurzcheck
- Flipdish – Managed Service im Abo-Modell: geeignet für Betriebe, die eine Rundum-Betreuung wollen und dafür Fixkosten akzeptieren.
- UpMenu – klassisches Abo mit Website-Baukasten: passt, wenn Website und Bestellsystem aus einer Hand kommen sollen.
- Choice QR – Fokus auf QR-Bestellung und digitale Karte im Gastraum.
- Menu Tiger – spezialisiert auf QR-Speisekarten: eine Option, wenn Sie zunächst nur eine digitale Karte ohne Bestellfunktion brauchen.
- Square Online – stark im Square-Kassensystem-Ökosystem, vor allem auf den US-Markt ausgerichtet.
Einen breiteren Marktüberblick über Bestellplattformen – auch jenseits des GloriaFood-Umfelds – finden Sie im Ratgeber Beste Uber Eats Alternativen.
Fazit: Aus dem Zwang eine Verbesserung machen
GloriaFood war ein respektiertes Produkt, und die Abschaltung ist für niemanden eine gute Nachricht. Aber der erzwungene Umzug ist auch eine Gelegenheit: Wer jetzt auf eine eigene Domain, eigene Kundendaten und ein transparentes Kostenmodell umstellt, steht danach unabhängiger da als vorher – und muss dieses Kapitel nie wieder erleben.
Wenn Sie prüfen möchten, ob FoxiFood zu Ihrem Betrieb passt: Der direkte Vergleich zeigt Konditionen und Funktionen auf einen Blick, und auf foxifood.com/de können Sie kostenlos starten – ohne Grundgebühr, ohne Vertragslaufzeit.
Das Wichtigste in Kürze
- GloriaFood ist offiziell eingestellt und nimmt keine neuen Anmeldungen mehr an; Bestandskunden werden laut Anbieter durch die Übergangsphase begleitet.
- Als Abschaltdatum nennen Kundenbenachrichtigungen den 30. April 2027 – übereinstimmend berichtet von unabhängigen Branchenquellen; betroffen sind Berichten zufolge über 123.000 Restaurants weltweit.
- Nach der Abschaltung funktionieren Berichten zufolge Bestellseiten, Widgets, QR-Codes auf GloriaFood-URLs und die FoodBooking-App nicht mehr; ein Nachfolger oder Migrationstool von Oracle ist nicht angekündigt.
- Jetzt handeln: Speisekarte und Kundendaten exportieren, gedruckte QR-Codes inventarisieren, Google-Unternehmensprofil prüfen, Nachfolger parallel betreiben, Stammgäste informieren.
- Neue QR-Codes gehören auf eine Domain, die Ihnen gehört – dann kostet ein Anbieterwechsel nie wieder einen Neudruck.
- Wer das Modell „keine Monatsgebühr“ behalten will, findet mit FoxiFood die nächstliegende Alternative: 0 € Grundgebühr, 2 % + 0,45 € pro Kartenbestellung (bei Lieferung +10 %), Barzahlungen kostenlos.